Von einem Toten Rennen spricht man, wenn zwei oder mehr Pferde auch durch die Technik nicht zu trennen sind und gemeinsam das Ziel passieren.
Durch die Zielphotographie sind tote Rennen selten geworden. Mit Hilfe der Technik können auch minimale Abstände zwischen den Pferden ermittelt werden.
In den Anfangszeiten gab es für den Sieg kein totes Rennen. Konnte der Richter die Pferde durch nicht trennen, fand nach einer gewissen Zeit, in der sich die Pferde erholen konnten, ein Entscheidungsrennen statt. Ein spektakuläres Entscheidungsrennen hat es 1878 im Großen Preis von Baden gegeben, als der Zielrichter zwischen Kincsem und Gilles II im regulären Rennen auf Totes Rennen erkannte. Im Entscheidungslauf deklassierte Kincsem dann Gilles II und dieser war danach so "demoralisiert", daß er nie mehr groß in Erscheinung trat.
Das wohl spektakulärste Tote Rennen des Nachkriegsrennsports in Deutschland gab es im Preis der Diana, den Deutschen Oaks und damit im wichtigsten Stutenklassiker, als der Richter trotz Technik Las Vegas aus dem Stall Gamshof und Slenderella aus dem Gestüt Schlenderhan nicht trennen konnte.
Zur Erinnerung an diese denkwürdige "Diana" wurde 1985 erstmal das Las Vegas-Slenderella-Rennen in Mülheim gelaufen, das als wichtige Vorbereitungsprüfung für die Diana galt.
Durch die wirtschaftlichen Probleme des Mülheimer Rennvereins wird das Rennen nicht mehr ausgetragen - die Tradition als wichtige Stutenprüfung hat jetzt das Jean Harzheim-Rennen in Köln übernommen.
Zu erwähnen würe auch noch Hamburger Otto-Schmidt-Rennen, in dem 2001 die Pferde Saitensohn, Alex und Indian Star im Toten Rennen um den dritten Platz einkamen.
Und schließlich sei noch an ein Totes Rennen auf der Hinternisbahn in der Nachkriegszeit erinnert, in dem Ottacher, Goldpanther und ein weiteres Pferd auch nach über 4000m nicht durch den Richter getrennt werden konnten.
Trainer
Ein Trainer ist für die Vorbereitung des Galopprennpferdes für die Rennen verantwortlich. Um den Beruf des Trainers ausüben zu können, muß eine Prüfung abgelegt werden. Die offizielle Berufsbezeichnung im Amtsdeutsch lautet "Pferdewirtschaftsmeister".
Pferde, die an öffentlichen Galopp-Rennen teilnehmen, müssen sich in der Obhut eines lizenzierten Trainers befinden. Andernfalls hat das Pferd keine Startberechtigung.
Neben den Berufstrainern gibt es noch -> Besitzertrainer.
Tripple Crown
Englischer Begriff für die ->Dreifache Krone
Turf
Turf ist umgangssprachlich ein allgemeiner Oberbegriff für den Galopprennsport. Turf bezeichnet auch das Geläuf, wenn es sich um eine Grasbahn handelt. Im Unterschied dazu gibt es den -> Dirt Track (Sandbahn)