Willkommen bei den Siegern großer Galopprennen
Nachfolgenden Text hat Herr Schmelz vom Stall Tinsdal in seinem Blog veröffentlich. Ich möchte ihn hier an prominenter Stelle wiedergeben, um sehr eindringlich auf die Buchmacherproblematik hinzuweisen, die der Rennsport im allgeinen und hier der Wetter im speziellen mit den Buchmachern hat. Dabei machen sich die Herrschaften eine Lücke im Regelwerk zunutze, daß ein nachgenanntes Pferd bei Langzeitwetten zwar nicht bewettet werden kann, aber seine Plazierung trotzdem wie die Plazierung oder der Sieg bei den wettbaren Pferden berücksichtigt wird. So, als wenn ein Geisterpferd das Rennen gewinnt und deswegen kein Wetter den Sieger getroffen hat.
Hinzu kommt, daß der Rennsport unter seiner Totalisatorlizenz keine Langzeitwetten anbieten und die Buchmacher die großenm Gewinner an einer Veranstaltung sind, mit der sie zwar Gewinne legal erzielen dürfen, aber nicht nicht zur Beteiligung an den Kosten der Veranstaltung heran gezogen werden können. Das Coppyright(C) für den Text liegt bei Hubertus Schmelz „Es geht um unsere gemeinsamen Freunde, die Buchmacher, es geht um die Festkurs für das Deutsche Derby. Verarschung des Kunden ist gelinde ausgedrückt, aber Hauptsache Atti sponsert das Deutsche Derby und die Jungs haben sich die Taschen einmal mehr dick gemacht. Buzzword!!! Wer kannte ihn sieben Tage vor dem Derby? Über ihn haben die Wettanbieter kaum Verluste gemacht, denn er gehörte ja überhaupt nicht zu dem Spiel. Er war noch nicht einmal als Gast deklariert, hätte man ja vielleicht pauschal für - was weiss ich - 70:10 unter dem Pseudonym "Gast" als einen unter vielen anbieten können. Stattdessen hat man reichlich Geld genommen für Scalo und Zazou und wie sie alle heißen und letztendlich nur für Zazou und Russian Tango die Platzquoten auszahlen müssen. Rot war Zweiter, Schwarz war Dritter, gewonnen hat Blau, aber die Farbe gibt es nicht beim Roulette. Sie verstehen, was ich meine: Betrug am Kunden, den wir uns herbeisehnen, der aber bald überhaupt nicht mehr da sein wird.“ Das ist ein sehr interessanter Aspekt. Vielleicht würde ich das nicht Betrug nennen, weil niemand das vorher sehen konnte, aber die Praxis der Nachnennung bringt in der Tat eine Variable ins Spiel, die vom Wetter nicht mehr kontrolliert werden kann. Es zeigt auch exemplarisch, daß Wettanbieter in diesem Fall mehrfach und ohne Anstrengung profitieren, weil Rennen wie das Derby auch vom ante post Markt leben, viel mehr als andere Rennen. Jedenfalls muß überlegt werden, wie die Wetter vor solchen Unwägbarkeiten geschützt werden können. Korrespondierend dazu die mittlerweile frei nach Schnauze changierenden Ausschreibungen, die ich hier oft beklagt habe. Eine sinnvolle Planung ist fast unmöglich geworden, weil sich alles jederzeit ändern kann – Distanzen, Skalen, Modi. Auch die Startzeiten gehören in dieses große Bild der Willkürlichkeiten. Es mag das Geld in Racebets am Ende sinnvoll investiert worden sein, aber noch viel wichtiger ist, daß der Sport wieder eine solide und anständige Veranstaltung wird, bei der die Leute wissen, daß man sich auf die Satzung verlassen kann.
In Deutschland trainierte Galopprennpferde mit mehr als 1 Mio. ¤ Gewinnsumme
Stand: 09.03.2010 - Autor: FJR
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