Frohe Weihnachten

Allen Galoppsportfreunden und Galopp-Sieger Fans ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr, in dem uns Gott vor Sturm und Wind und Pferden die zu langsam sind, schützen soll.

Anmerkung: Das Video ist kein KI-Produkt. Gemäß göttlicher Verfügung sind die Gesetze der Physik für Santa Claus außer Kraft gesetzt und finden deswegen keine Anwendung. Rechtsmittel dagegen können vor einem irdischen Gericht nicht eingelegt werden.

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Die Trabrennbahn in Mönchengladbach muß Gewerbepark weichen

Dem Trabrennsport geht es in Deutschland noch deutlich schlechter als dem Galopprennsport. Jetzt steht die Trabrennbahn in Mönchengladbach vor dem Aus.

Wie die RP dieser Tage berichtet hat, soll auf dem Gelände ein Gewerbepark errichtet werden und ca 1000 Arbeitsplätze entstehen.

Damit wäre dann die wohl wichtigste Trabrennbahn in NRW Geschichte. Am Ende muß man die Frage stellen, was vom Trabrennsport in NRW noch übrig bleibt.

Am Ende geht es aber um den Pferdesport insgesamt. Der Reitsport ist in vielen Bereichen unter Druck. Unbeschadet der teilweise berechtigten Kritik am Spitzensport wird es immer schwieriger, Sponsoren für normale Reitturniere zu finden. Und es fehlt insgesamt an einer wirkungsvollen Lobby!

RP Trabrennbahn MG

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Konfusion aus einer alten Steeplerlinie

TT berichtete neulich über “Konfusion“, einem Schiaparelli-Sohn, der im britischen Newcastle ein besseres Handicap über die schweren Sprünge gewonnen hat.

Konfusion ist ein Sproß der alten Eichholzer T-Line, die man heute kaum noch kennt. Aus dieser Linie stammen so hervorragende Pferde wie Thiggo und Thila, die 1957 als erstes Pferd zum Galopper des Jahres gewählt wurde.

Ebenso die beiden großartigen Steepler Tangelo und Toronja. Toronja wurde von Hein Bollow trainiert und gewann 1974 in Auteuil mit dem Prix Maurice Gillois das französischen Hauptjagdrennen der Vierjährigen. Tangelo war Zweiter zu Witschi im klassischen Henckel-Rennen, damals in Gelsenkirchen gelaufen und einer der ganz großen Steepler in Deutschland. Erst von Hein Bollow und dann von Norbert Sauer trainiert

Auch die in England klassisch plazierte Gruppe-1-Siegerin Tamfana stammt aus dieser Linie.

Walter Eichholz war ein Züchter, der eine kleine Zucht auf den Ruhrwiesen bei Hattingen hatte. Die Pferde waren meistens mit viel Springtalent ausgestattet und hatten einen extreme Vorliebe für weichen bis tiefen oder auch sehr tiefen Boden. Micky Liffers, der Hindernisjockey bei Eichholz und hinterher Reisefuttermeister am Stall Spaulding von Robert Backes in Düsseldorf war, hat das sehr schön gesagt: Im Sommer da haben wir geritten, damit wir nicht abgehangen Letzter wurden und im  Herbst wenn der Regen kam, dann haben wir auf der Bremse gestanden, damit wir nur mit einer Weile gewonnen haben.

Irgendwann verschwanden die Farben dann, der Züchter hatte für seine Passion keinen Nachfolger gefunden.  Aber die Linie, als deren Stammutter man die 1925 gezogene Tremonia sehen kann, steht heute noch in voller Blüte!

Die Stuten sind das Tafelsilber eines erfolgreichen Gestüts, hat Ulrike Castle bei einem Vortrag über Vollblutzucht einmal gesagt. Die alte Eichholzer T-Linie ist der lebende Beweis – der Züchter lebt nicht mehr, die Stuten sind verstreut, aber immer noch erfolgreich.

Am Ende war ich selbst erstaunt, wie groß die Stammtafel dieser Zucht eines Privatzüchters heute ist – in Deutschland und dem Rest der Welt.

Die Eichholzer T-Linie

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Fünf deutsche Sieger am Samstag in Aintree

Mit dem Rennsport in Deutschland ist im Moment leider nicht viel Staat zu machen. Aber die Hengst aus deutscher Zucht liefern Sieger. Am Samstag war in Aintree Auftakt der Hindernis-Saison auf der legendären Bahn und die Rennen wurden von Pferde mit deutschem Zuchthintergrund dominiert.

Im Eröffungsrennen, einem Buimper für Hindernispferde auf der Flachen waren die deutschen Hengste Malinas und Getaway 1-2
https://www.racingpost.com/results/32/aintree/2025-11-08/905426

In einem Qualifier für die Pertemps Hürden-Serie waren It’s Gino und Maxios 1-2
https://www.racingpost.com/results/32/aintree/2025-11-08/905423

In einer Handicap-Chase stellte Schiaparelli den Sieger
https://www.racingpost.com/results/32/aintree/2025-11-08/905425

Im Hauptrennen, der Grand Sefton Chase auf dem Grand National Course siegte der Shirocco-Sohn Colonel Henry
https://www.racingpost.com/results/32/aintree/2025-11-08/904482

Im folgenden Qualifier war Waldpark der Vater des Siegers
https://www.racingpost.com/results/32/aintree/2025-11-08/905427

Zwischendrin war Suave Stutenvater in einer Handicap Chase
https://www.racingpost.com/results/32/aintree/2025-11-08/905424

Wenn die Welt doch überall so schön wäre. Die Realität ist leider auch, daß alle für ältere Pferde offenen Gruppe-1 Rennen dieses Jahr ins Ausland gegangen sind. Und über  die anderen Wehwehchen, die uns im Galoppsport in Deutschland drücken, reden wir erst gar nicht.

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Die Gruppe-1 Totoschocker

GOL berichtet heute mit Bezug auf die Racing-Post, daß Powerful Glory mit der Quote von 200:1 in den „Qipco British Champions Sprint Stakes“ der längste Außenseiter ist, der jemals ein Gruppe-1 Rennen gewonnen habe. Leider ist diese Aussage so nicht richtig, es sei denn, wir machen ein paar Einschränkungen. Ich habe dazu keine umfangreiche Datenanalyse betrieben, sondern nur einen simplen „Schnellschuß aus der Hüfte“ gemacht – und zwei Treffer gelandet. Sand Peeress und Sublime Boy habe ich bei einer Nachrecherche gefunden. Wenn man Blut geleckt hat….

2014 gewinnt Copano Rickey die February Stakes in Tokyo mit einer Quote von 2721:10 oder 274:1 in englischer Notation. 2000 gewinnt Daitaku Yamato die Sprinters Stakes von Nakayama mit einer Quote von 2575:10. Die Daten sind natürlich bei Galopp-Sieger zu sehen und natürlich habe ich auch Links für die Original-Daten, die ich hier einfüge.Den Vogel abgeschossen hat allerdings Sand Peeress im Queen Elizabeth II Commemorative Cup von 1989. Sie zahlte 4306:10!

https://www.racingpost.com/results/315/tokyo/2014-02-23/596792
https://en.netkeiba.com/db/race/200006050811
https://en.netkeiba.com/db/race/198908050410

In Argentinien siegte Sublime Boy im Gran Premio Ciudad de Buenos Aires mit einer Quote von 2014:10 oder 200:1 nach englischer Notation, also Pari mit Powerful Glory.

https://www.racingpost.com/results/601/palermo/2018-05-01/701236
https://www.palermo.com.ar/es/turf/ver-carrera/174904

Also, beschränkt man die Aussage auf Europa, wird sie wahrscheinlich richtig sein, denn da habe ich in der Tat keinen längeren Außenseiter in einem Gruppe-1 Rennen gefunden. Und natürlich kann man auch sagen, daß ein Grade-1 Rennen kein Gruppe-1 Rennen ist, aber erstens sind die japanischen Grade-Regeln den europäischen Gruppe-Regeln sehr ähnlich, wenn nicht sogar identisch und zweitens wird diese Unterscheidung bei anderen Gelegenheiten auch nicht gemacht. Und in Argentinien spricht man auch von Group-Races, auch in der Racing Post.

PS: Wir ergänzen und vervollständigen derzeit japanische Daten und Daitaku Yamato hatte ich vor nicht allzu langer Zeit noch auf dem Bildschirm gehabt. Deswegen war mir dieser Toto-Kracher noch im Gedächtnis – ich hatte Wissen jenseits der genauen Daten.  Jenseits dieser Superquoten hat man im japanischen Rennsport auch in großen Rennen immer wieder  Quoten von um die 1000:10. Der japanische Toto ist sehr groß und wenn dort ein Pferd übersehen wird, hat man schnell eine hohe Quote.

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5. Oktober 1975 – das Wunder von Longchamp

Der 5. Oktober 1975 ist für den Galopprennsport in Deutschland ein ganz besonderer Tag. Damals, auf den Tag genau heute vor 50 Jahren gewinnt erstmals in der Geschichte mit Star Appeal ein in Deutschland trainiertes Pferd in Paris-Longchamp den Prix de l’Arc de Triomphe, der inoffiziellen Weltmeisterschaft des Galoppsports.

Anlaß, einmal auf den Helden der Geschichte und sein Umfeld zurück zu blicken.

Star Appeal wurde 1970 im Baronath-Stud, der irischen Dependance des Gestüt Röttgens von Appiani aus der Sterna gezogen. Er lief in vier Rennzeiten in 39 Rennen, er siegte in 11 Rennen und war in 12 Rennen plaziert. Seine Gewinnsumme betrug 1.537.836 DM einschließlich der Auslandsgewinne, im Arc gewann er 1.200.000 Francs, Der Umrechnungskurs war damals rund 57 DM für 100 Francs, also rund 684.000 DM.

Anders gesagt lief Star Appeal in jedem Jahr seiner Karriere 10 Rennen. In der heutigen Zeit laufen die Pferde in Deutschland im Schnitt knapp 6 Rennen im Jahr und bei einem Deckhengst kann man froh sein, wenn er in Europa 20 Starts absolviert hat.

Es lohnt sich, sein Pedigree etwas genauer zu betrachten. Sein Vater Appiani stammte aus der Zucht des damals noch bedeutendem und weltberühmten Razza Dormello Olgiata von Federico Tesio. Seine Großmutter Angela Rucellai war 1957 Siegerin im Premio Regina Elena, den italienischen 1000 Guineas und in den Oaks d’Italia. Die Apaarung Rockefella mit Aristareta stammt wohl noch direkt aus der Feder des italienischen Genies. Appiani war uA Sieger im Derby Italiano und vierjährig im Premio Presidente della Rebuplica sowie Dritter in den Eclipse-Stakes von Sandown. Kein Superstar, aber ein respektabler Renn-Rekord.

Er war der beste Sohn der Angela Rucellai, die noch Andrea Mantegna (1961 v. Ribot), Ammanati (1967 v. Ragusa) und Great Pasha (1972 v. St. Paddy) brachte. Damit ist sie Mutter von vier Deckhengsten, von denen drei in Deutschland standen und keine Spuren hinterlassen haben. Sie war bei den besten Hengsten Ihrer Zeit, aber die Zuchtergebnisse waren leider sehr unterdurchschnittlich, abgesehen von Appiani.

Appiani brachte einige nützliche Pferde, aber nach meinen Unterlagen ist Star Appeal sein einziger Gruppe-Sieger. Das kann aber auch daran liegen, daß in den 70ern und frühen 80ern die Daten in Galopp-Sieger noch lückenhaft sind.

Star Appeals Mutter Sterna entstammt der alten Röttgener Familie der Stammesart. Aus Star Appeals direkter Verwandtschaft ist Strong Gale zu erwähnen, der in Irland ein sehr einflußreicher für den dort sehr populären Hindernissport war. Ebenso ist Sternkönig zu erwähnen, der zu dem glorreichen Jahrgang 1990 gehörte und 1994 in der bis 2018 gültigen Bahn-Rekordzeit von 2:25,3 den damals in Düsseldorf gelaufenen Deutschland-Preis / Großer Preis von Berlin gegen Duitor und Monsun gewann.

Renn-Karriere
Star Appeal begann seine Rennlaufbahn in Irland bei Trainer John Mortimer Oxx sr. Die erste bei Galopp-Sieger vermerkte Form ist ein Sieg im August 1972 in der Warrenpoint Plate. Danach war er dritter in den zur Gruppe-3 zählenden Larkspur Stakes von Leopardstown und beendete die Saison mit einem Sieg im Birdcatcher Nursery Handicap.

Dreijährig war er im Juni Dritter in den Gallinule-Stakes auf dem Curragh und danach Siebter in den von Weavers’ Hall gewonnenen Irish Derby Stakes. Es folgte ein siegreicher Ausflug nach Baden Baden, wo er in der Großen Woche Preis der Stadt Baden Baden Baden überlegen mit 4 ½ Längen gewann. Es folgte ein dritter Platz in den damals noch klassischen Irish Saint Leger Stakes zu Connor Pass und Sunyboy. Die Saison beschloß er mit einem achten Platz im Prix de l’Arc de Triomphe. Dort lief er erstmals in den Farben von Waldemar Zeitelhack! Nach den Angaben im Rennprogramm stand er noch im Training bei John Mortimer Oxx sr in Irland, wurde aber von Peter Alafi geritten. Es war der letzte Start für seinen irischen Trainer, Star Appeal wechselt nach Köln zu Trainer Anton (Toni) Pohlkötter.

Die Saison 974 begann er früh im Februar im südfranzösischen Cagnes. Im Prix d’Annot war er Dritter zu dem für englischen Interessen startenden My Brief, der später seine Karriere auch den Farben von Waldemar Zeitelhack fortsetzen sollte. Danach wurde er Vierter im Grand Prix du Conseil General des Alpes-Maritimes. Ob damit die Erwartungen erfüllt wurden, darf bezweifelt werden.

In Deutschland zurück startete er im Großen Preis von Gelsenkirchen und wurde zweiter zum Fährhofer Caracol. Danach folgte im Großen Preis der badischen Wirtschaft ein erster Sieg für den neuen Besitzer und einen erfolglosen Start im Prix Dollar, in dem er mit Lester Piggott im geschlagenen Feld über die Linie ging. Danach ein neuer Sieg im Concentra-Pokal in Frankfurt und enttäuschende Formen im Hansa-Preis von Hamburg und Oettingen-Rennen in Baden Baden. Es folgte ein zweiter Platz im Etienne Aigner Preis in München, bei dem er mit einer Siegquote von 116:10 zu den Außenseitern gehörte.

Der folgende Start im Preis der Düsseldorfer Industrie und Wirtschaft über 2400m auf schwerer Bahn war dann wieder ernüchternd. Er wurde Sechster. Trotzdem ging er danach zu den Champion-Stakes von Newmarket und beendete mit einem achtbaren vierten Platz die Saison. Hier wurde er erstmals von Greville Starkey geritten. Außerdem war es die bis dahin wohl beste Plazierung eines in Deutschland trainierten Pferde in einem bedeutenden englischen Rennen. Und es war auch eine ziemlich gute Form in einem stark besetzten Traditions-Rennen. Orsini, ein anderer Globetrotter aus Deutschland war fast 20 Jahre früher Fünfter in den King George VI and Queen Elizabeth Stakes von Ascot gewesen.

Auffällig war der häufige Distanzwechsel von der Meile zu den klassischen 2400m und zurück. Außer im Etienne Aigner Preis in München saß bei allen Starts von Star Appeal Manfred Kosman im Sattel. Er hatte bei Isidor Stangl auf dem Grafenberg die Jockey-Lehre absolviert und blieb seinem Lehrherrn, der als Privattrainer für Walter Dörrenhaus ein kleines Lot betreute, lange verbunden. Er war ein guter Jockey, der leichte Gewichte reiten konnte, aber in den großen Rennen selten berücksichtigt wurde. Star Appeal war das mit Abstand beste Pferd, das er jemals geritten hat.

Über Winter gab es eine große Veränderung für die Pferde von Waldemar Zeitelhack und dem Stall Moritzberg. Es wurde eine Trainingspartnerschaft mit dem Gestüt Röttgen vereinbart. Erstmals wurde auf der privaten Trainingsanlage des Gestüts in Heumar nicht nur Pferde in Röttgener Farben trainiert. Star Appeal wechselte von Toni Pohlkötter zu Theo Grieper. Fritz Drechsler wurde mit dem Trainerwechsel der neue Jockey von Star Appeal in Deutschland.

In die Saison 1975 starte der jetzt fünfjährige Star Appeal im Kölner Frühjahrsausgleich, einem Ausgleich 1 und wurde Zweiter zu Woodstock aus dem Stall Spaulding. Zu Star Appeals Ehrenrettung muß man erwähnen, daß er dem Sieger über 10 kg Gewicht gab. Es folgte ein Start im Großen Preis des Vogelparks Walsrode, in dem er Dritter zu Daus und Lutz wurde und wieder 11,5 kg und 10,5 kg Gewicht geben mußte.

Trotzdem muß man sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Gruppe-2 Sieger und Vierter aus den Champion Stakes von Newmarket absolviert sein Jahresdebut in einem Handicap und kann nicht gewinnen. Etwas sarkastisch könnte man anmerken, daß Star Appeal für einen AGL 1 nicht gut genug war, aber für den Sieg im Arc hat es gereicht. Das ist natürlich weit her geholt, aber auf dem Papier steht es erstmal so geschrieben. Er war früh im Jahr noch nicht richtig fit und wurde wohl auch nicht wirklich angefaßt

Es folgen Siege im Großen Preis der Badischen Wirtschaft, im damals renommierten und zur Gruppe 1 zählenden Gran Premio di Milano – und in den Eclipse Stakes von Sandown gegen Taros und Royal Manacle. Damit siegte erstmals ein in Deutschland trainiertes Pferd in einem Gruppe-1 Rennen in England souverän mit 2 Längen. Die Sport-Welt hat den Boden mit „hart“ angegeben. Das war ein Meilenstein und eine Sensation zugleich.

Es folgte ein dritter Platz im ebenfalls zur Gruppe 1 zählenden Benson & Hedges Gold Cup von York, den heutigen International Stakes.

Danach lief er im Großen Preis von Baden und wurde auf tiefer Bahn vierter zu Marduk, dem Trainingsfährten Lord Udo und dem Franzosen Card King. Marduk lief in den Farben der Gräfin Batthyany, die Gestüt Erlenhof und Rennstall von Ihrem Vater, dem Baron Thyssen-Bormemisza geerbt hatte. Sie hatte außerdem ein Gestüt und einen Rennstall in Frankreich und operierte dort mit gutem Erfolg. Marduks Vollschwester Mata Hari war 1972 Siegerin in den Poule d’Essai des Pouliches und damit Klassische Siegerin im Nachbarland. Es stellt sich die Frage, warum Marduk nicht auch einen Ausflug nach Longchamp unternommen hat. Fehlte der Mut oder bliebt man lieber im Lande und ernährte sich redlich?

Es folgte der Arc, wie jenes bombastische Rennen im Herbst auf der Pariser Paradebahn von Longchamp kurz genannt wird. Man fand im Vorfeld keinen echten Favoriten und die Stuten Comtesse de Loire und Allez France wurden favorisiert.

Im Dressurreiten haben die Stars des Vierecks den Bonus, auch an einem nicht so guten Tag wohlwollend bewertet zu werden. Das Richterkollegium drückt bei einem großen Namen schon mal ein Auge zu, wenn, es leichte Unebenheiten in der Vorstellung gibt.

Im Galopprennsport ist das anders. Dort wird über Sieg oder Niederlage von einem unbestechlichem Stück Holz entschieden – dem Zielpfosten im nächsten Rennen. Und der Pfosten meinte es gut mit Deutschland.  Star Appeal schwamm im hinteren Teil des Feldes mit und es ist heute noch sehenswert, wie Greville Starkey ihn quasi im Zickzack durchs Feld nach vorne bugsierte. Als er schon vor dem Feld galoppierte war der deutsche Kommentator Addi Furler immer noch mit Duke of Marmelade und Un Kopek beschäftigt war.

1197:10 zahlte Star Appeal am Toto an die kleine Fangruppe, die auf ihn gesetzt hatte. Eigentlich eine unverständlich hohe Quote für den Sieger aus den renommierten Eclipes Stakes von Sandown. Aber gut die Hälfte der Quote waren wohl dem Trainingsstandort Deutschland geschuldet.

Zweiter wurde übrigens On my Way mit Alfred Gibert im Sattel und Dritter Comtesse de Loire

On my Way wurde zwei Jahre später 1977 knapp geschlagen Zweiter zu Ebano aus dem Gestüt Fährhof mit Ralf Suerland im Sattel im Preis von Europa. Er war in Frankreich mehrfach in großen Rennen plaziert und Sieger im Prix du Conseil de Paris.

Das Medienecho in Deutschland war damals enorm. Es war damals üblich, daß die wichtigen Rennen im TV übertragen wurden und es teilweise auch Hintergrundberichte in den normalen Medien gab. Aber der Arc-Sieg von Star Appeal war dann eine andere Dimension. Als er in Röttgen ausgeladen wurde, stand der WDR mit der Kamera dabei. Heute nimmt der ÖRR von einem Arc-Sieger keine Notiz mehr. Galopp-Rennen findet im Deutschen Fernsehen nicht mehr statt.

Star Appeal lief danach erneut in den Champion Stakes von Newmarket und wurde wie im Jahr zuvor wieder Vierter. Allez France, die er im Arc hinter sich gelassen hatte, wurde Zweite. Er erhielt eine Einladung für das damals hoch renommierte Einladungsrennen, dem Washington D C International auf der Rennbahn von Laurel Park und wurde Fünfter. Nobiliary, Comtesse de Loire und On my Way, die er im Arc alle geschlagen hatte, kamen vor ihm ein. Die Saison war lang, Star Appeal war von April bis November unterwegs, war in vier Ländern am Start gewesen und hatte insgesamt eine anstrengende Saison. Da war der fünfte Platz, knapp 10 Längen hinter dem Sieger in Ordnung.

Er wurde an das englische Nationalgestüt verpachtet. Ein Verkauf des Hengstes wurde von seinem Besitzer kategorisch ausgeschlossen.

In seinem ersten Jahrgang zeugte er uA Star Way. Dieser siegte zweijährig in den Chesham Stakes während Royal Ascot. Auch das war ein Novum, daß der Sieger eines Rennens in Royal Ascot von einem Hengst mit deutschem Zuchthintergrund abstammt. Später im Jahr war er plaziert in den Royal Lodge Stakes und dreijährig Dritter in den Sussex-Stakes von Goodwood. Er wurde als Deckhengst nach Australien verkauft und war dort einer der führenden Deckhengste seiner Zeit. Nach meinen Daten war er Vater von acht Deckhengsten, alle in Neuseeland gefohlt, eine Hengstlinie konnte er nach meinen Daten allerdings nicht aufbauen.

Eine seiner besten Nachkommen war Madam Gay, die zweiter in den Epsom Oaks und danach Siegerin im französischen Pendant, den Prix de Diane war.

Aus Deutscher Sicht ist natürlich Kamiros zu erwähnen Er war in den Farben von Dieter Stein klassischer Leger-Sieger 1985 und siegte 1987 im Preis von Europa gegen den späteren Japan-Cup-Sieger Le Glorieux aus Frankreich. Sein Pech war sicherlich, dem gleichen Jahrgang wie Acatenango und Lirung anzugehören. In einem normalen Jahrgang hätte er Jahrgangsbester werden können. Kamiros wurde Deckhengst und zeugte eine Reihe guter Pferde, ein Star war jedoch nicht dabei.

Aus Star Appeals letzten Jahrgang 1987 stammte die Röttgenerin Walesiana, klassische Siegerin in den ARAG 1.000 Guineas in Düsseldorf und in England Mutter von Zahrat Dubai Siegerin in den Vodafone Nassau Stakes (GR 1) von Goodwood.

Alles in allem war Star Appeal ein guter Hengst, aber kein Superstar. Das lag sicher auch an seiner deutschen Abstammung, die international damals weitgehend als zweitklassig galt und auch an einem Vater Appiani, der außer Star Appeal kein wirklich gutes Pferd auf der Rennbahn hatte.

Star Appeal ging nach der Decksaison 1986 nach Australien, ob verkauft oder verpachtet, weiß ich nicht In Australien angekommen, gab es gesundheitliche Probleme und er mußte aufgegeben werden, ohne dort aktiv in der Zucht eingesetzt worden zu sein. Ein trauriges Ende für einen echten Superstar.

Und sonst noch?
Die Renndaten zu Star Appeal wurden in der frühen Zeit von Galopp-Sieger erfaßt. Sie stammen zu einem Teil aus einem Artikel in einer Vollblut-Ausgabe. Aus Zeitgründen konnte ich sie leider nicht mehr überarbeiten. Sie sind mit Sicherheit richtig, aber leider nicht ganz vollständig.

Sein Trainer Theo Grieper war der letzte echte Privattrainer für das Gestüt Röttgen. Ich muß gestehen, daß ich nicht sagen, woher er kommt und bevor ich was Falsches sage, lasse ich das lieber offen.

Er hat von 1970 bis 1994 55 Gruppe-Sieger trainiert, davon 11 in Gruppe 1. Außerdem hat er zehn klassische Sieger trainiert, ein Derbysieg war jedoch nicht dabei, Er gehörte in seiner Zeit zu den guten Trainern in Deutschland. Prince Ippi, Lord Udo, Kronenkranich oder auch Anna Paola und natürlich Star Appeal gehören zu sein Stars

Greville Starkey war damals einer der großen Jockeys seiner Zeit in England. Es war die Zeit von Lester Piggott, Pat Eddery, Geoff Lewis, Bruce Raymond und anderen. Da waren viele großartige Jockeys unterwegs und wer nach oben wollte, muß gut reiten und gute Pferde bekommen. Knapp 2000 Sieger hat Greville Starkey geritten, Dancing Brave war wohl der Beste und mit Shirley Heights hat er das Derby gewonnen.

Baron Adrian von Borcke war nach dem Krieg der erste Trainer in Deutschland, der den Erfolg im Ausland suchte. Mit Niederländer ging er nach England, mit Neckar nach Paris und Orsini ist in einem halben Dutzend Ländern gelaufen. Das war damals ungewöhnlich, denn deutsche Pferde galten damals international als zweitklassig und wenn man ins Ausland ging, dann höchstens nach Belgien, Österreich und auch mal Italien.

Als Priamos 1970 in Schlenderhaner Farben den Prix Jacques Marois gewann in Deauville gewann, war das eine kleine Sensation. Aber England – das war den deutschen Trainern einfach eine Nummer zu groß. Man ging lieber in die kleinen und mittleren Rennen in den Nachbarländern. In den Großereignissen waren die Deutschen nur selten am Start.

Waldemar Zeitelhack (WZ) war ein Stahlhändler aus der Region Nürnberg. Ein Kunde meines Vaters, der auch in der Stahlbranche in Düsseldorf tätig war, kannte ihn als serösen Geschäftsmann. Aber wie WZ den Weg in den Galopprennsport gefunden hat, habe ich nicht heraus gefunden. Das von Bayern okkupierte Frankenland ist nicht gerade ein Hotspot von Galopprennsport und Vollblutzucht. Irgendwann in grauer Vorzeit hat es in Nürnberg mal eine B-Bahn gegeben. Aber das ist lange her und nach dem Krieg war sie nicht mehr.

In Leinburg bei Nürnberg gibt es ein Gestüt Moritzberg für Minipferde, das sich im Besitz der Familie Zeitelhack befindet. Ob es der Namensgeber für den Stall / Gestüt Moritzberg war, weiß ich nicht, aber es ist sehr wahrscheinlich.

Vielleicht war es auch der Abstand von Köln und dem Kölschen Klüngel, der es WZ ermöglichte, unkonventionelle Wege zu gehen. Jedenfalls war er nach dem erwähnten „Baron Adrian“ der zweite Deutsche, der sich auf internationales Parkett begab und den Vergleich in den großen Rennen suchte. Galöpprennen in Deutschland war auf einmal international!

Zeitweise unterhielt Zeitelhack einen großen Rennstall, Waltz, Kronenkranich, Ziethen, Pawiment, die bereits erwähnte Walesiana, Czubaryk und noch viele andere liefen in den grün-gelben Farben. Pawiment aus polnischer Zucht war wohl einer der Besten. Er siegte 1980 als Sechsjähriger im Gran Premio del Jockey Club et Coppa d’Oro, einem der wertvollsten Rennen in Italien und im gleichen Jahr im Preis von Europa und toppte mit einer Quote von 1216:10 die Siegquote von Star Appeal im Arc.

Aber einen Star Appeal hat er nicht mehr gehabt. Egal, er hat Türen aufgestoßen, die als fest verschlossen galten, er hat Gräben überwunden, die als unüberwindbar galten. Er hat ein zartes internationales Pflänzchen im national bestimmten deutschen Rennsport gepflanzt und es sollte wachsen und gedeihen.

Es sollte gute 10 Jahre dauern, bis mit Acatenango und Lirung zwei deutsche Superstars aus dem Gestüt Fährhof auf der internationalen Bühne auf die deutschen Vollblutzucht aufmerksam machten. „L’Armoire Normande“, den Normannischen Kleiderschrank nannten die Franzosen in Erinnerung an den großen Curt Jürgens den imposanten Lirung. Das Umfeld war in den 80ern offener geworden, die Ausländer gewannen nicht mehr einfach in Deutschland und Slip Anchor der Epsom-Derbysieger von 1985, der mit Sayonara eine deutsche Mutter hatte, beflügelte das Interesse für Deutsches Vollblut.

Und wieder sollte es 10 Jahre dauern, bis mit Lando der erste und bisher einzige deutsche Sieger im Japan Cup gab. Und dann 16 Jahre nach Lando oder 36 Jahre nach Star Appeal gewann mit Danedream endlich wieder ein deutsch trainiertes Pferde den Arc und dazu erstmals mit einem deutschen Jockey. Andrasch Starke saß im Sattel. Peter Schiergen war der Trainer. Allerdings gab es in der Zeit zwischen Acatenango und Danedream eine große Zahl internationaler Erfolge Deutscher Pferde. Ich nenne hier keinen, damit sich keiner übergangen fühlt und von Danedream bis Torquator Tasso, zum nächsten Arc-Sieg waren es dann gerade noch 10 Jahre.

Der Galopprennsport in Deutschland krankt, die Zahl der Rennen ist rückläufig und mit unter 1000 Rennen im Jahr auf einem erschreckend niedrigen Niveau angekommen. Aber die deutsche Vollblutzucht hat international einen sehr hohen Standard. Nicht nur daß das internationale Interesse an deutschen Pferden groß, auch die Erfolge deutscher Hengste und deutscher Stutenfamilien in internationalen Rennen ist, vor allem gemessen an der Größe der deutschen Zucht, fast schon riesig. Stellvertretend für alle sei Monsun und seine drei Sieger im Melbourne-Cup genannt. Aber auch dieser Erfolg droht unter der schrumpfenden Zucht verloren zu gehen. Es muß ein Ruck durch den Rennsport in Deutschland gehen, damit er sich nicht zu Tode schrumpft. Aber es ist schwer, denn parallel zum schwächelnden Rennsport befindet sich die Wirtschaft in Deutschland ebenfalls in einer größeren Krise. Kein gutes Umfeld, um eine Luxussportart, die auch von der Leidenschaft und dem finanziellen Engagement derer lebt, die sie betreiben.

Was ist geblieben?
Trocken gesagt – so gut wie nichts oder sehr wenig. Erinnerung für die, die sich mit der jüngeren Rennsportgeschichte beschäftigen. Offiziell eigentlich nichts mehr. Die Iren erinnern mit den Star Appeal Stakes an „ihren“ deutschen Arc-Sieger. Rennen, die an Persönlichkeiten oder große Pferde erinnern, sind in Deutschland aus der Mode gekommen, der Renntitel wird deswegen fast ausschließlich vom Sponsor bestimmt.

Star Appeal – Theo Grieper – Waldemar Zeitelhack – Greville Starkey – nur noch Namen für Eingeweihte – Schade drum!

Egal – heute sei einfach an den Arc vor 50 Jahren erinnert!

Der Arc 1975 mit Addi Furler

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Faylaq lebt nicht mehr

Faylaq, der gewinnreichste Nachkomme der Danedream lebt nicht mehr. In Hamilton erlitt er in einem mit 100.000 Pfund dotieren Heritage-Handicap am 22. August nach Auskunft seines Trainers Jim Goldie einen Bruch der Gleichbeine. Für die, die es nicht wissen. Die Gleichbeine befinden sich seitlich am Fesselkopf, über sie wird der Fesselträger nach vorne geführt, wo er mit dem Fesselbein verwachsen ist.

Aus guter Position wurde er nach hinten durchgereicht und galoppierte dabei sehr schlecht. Eine Mailanfrage wurde vom Trainer sehr schnell in angenehmer, sachlicher Art beantwortet. Er sei noch in die Klinik gekommen, dort konnte man aber nur noch den irreparablen Schaden feststellen.

Insgesamt lief Faylaq in 54 Rennen, mit 7 Siegen und 14 Plätzen. Die Gewinnsumme betrug 216.000 Pfund.

Wie viele andere Stuten miut großartiger Rennleistung sollte auch Danedream in der Zucht nicht wirklich viel Glück haben. Aber vielleicht kappt es wie bei Schwarzgold mit der nächsten Generation.

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Die Causa Vogt

Jetzt ist es amtlich, Sibylle Vogt wurde wegen Kokain-Konsum für 6 Monate gesperrt. So weit so gut so richtig. Ich empfand Ihre Einlassungen nach der positiven A-Probe absolut plausibel. Sie hat keine Gewichtsproblem und auch die sonst üblichen Probleme der Rennsportaktiven spielen in ihrem Leben keine Rolle und da bleibt die Frage dann in der Tat offen, warum oder wie sie das Zeugs konsumiert hat.

Die allgemeine Presse ignoriert den Galoppsport nahezu vollständig – aber wenn es einen Skandal gibt, dann erscheint er auf Seite 1! Egal wie klein das Skandälchen ist, von den linken Revolverblättern bis zur ehemals konservativen FAZ ist jeder mit einem Bericht dabei. Vielleicht sollte der Galoppsport einfach mal ein paar harmlose Skandale produzieren, damit er regelmäßig in der Presse vertreten ist. Einfach mal ein paar Themenvorschläge machen.

Die jetzt in der Presse veröffentlichte Version, daß sie beim Sex mit einem Fremden das Zeugs unwissentlich konsumiert habe, ist wohl nicht ganz von der Hand zu weisen. Bevor irgendwer mit dem moralischen Zeigefinger winkt: Sibylle Vogt ist jung, hübsch und in keiner festen Beziehung. Sie darf Sex haben, mit wem sie will und wie sie will! Kommentar die das thematisieren, werden „stante pede“ gelöscht! Weitere traditionelle Maßnahmen bleiben vorbehalten.

Aber wie kann man den Konsum bei so einer Menge nachweisen? Vor Jahren sagte mal ein Chemiker eines großen Chemiekonzerns (war es Bayer oder BASF?): Wir können heute (vor 20 Jahren) ein Stück Würfelzucker im Bodensee nachweisen. Wenn der Junge also regelmäßig für mehr Power in allen Lebenslagen eine weiße Linie genossen hat und wenn sie dann das Ergebnis des Liebesspiels auch noch runter geschluckt hat, dann scheint das für einen Chemiker ein einfacher Nachweis zu sein. Wie auch immer, wir warten nicht dabei und können nur vermuten – Honi soit qui mal y pense!

Sollte SV diese Form des Konsums nachweisen können, bleibt die Frage der Rechtmäßigkeit der Bestrafung. Kann man für den Verzehr verbotener Substanzen bestraft werden, wenn man sie unwissentlich zugeführt bekommen hat? Kann man den Verursacher rechtlich in Regreß nehmen?

Gibt es im Strafrecht den Begriff des indirekten Konsums? Am Ende könnte das eine interessante juristische Frage werden!

Bei Web.de kann man sogar über die Aufhebung der Sperre abstimmen!

Web.de Sibylle Vogt

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Ein Derby für die Geschichte

(C) Marc Ruehl

In unserer schnelllebigen Zeit ist man schnell mit dem Slogan „für die Geschichte“ zur Hand. Aber was sich heute in Hamburg im Deutschen Derby zugetragen hat, ist in mehrfacher Hinsicht würdig für die Geschichtsbücher! Nina Baltromei reitet mit Hochkönig als erste Frau den Sieger in einem großen Derby in Europa! Weder in England oder Irland, noch in Frankreich oder Italien war eine Frau im Derby siegreich!

Genau genommen ist Nina Baltromei die zweite Siegreiterin eines deutschen Derbys, denn 1988 gewann Angelika Glodde mit Sonnenblick aus dem Volkseigenen Rennstall Halle,  trainiert von J Müller das Derby der “DDR”.  Es war auch Angelika Glodde, die 1984 den Frühjahrszuchtpreis der Dreijährigen (entsprach dem Henckel-Rennen) mit Orantes gewann und damit die erste Siegreiterin in einem klassischen Rennen in Deutschland war.

In der Schweiz ist dies Brigitte Renk 2003 mit Financial Future für Trainer Mark Johnston aus England und 2004 mit Workaholic aus dem Stall von Peter Schiergen gelungen. Für die skandinavischen Länder habe ich aufgrund lückenhafter Daten keine siegreiche Reiterin gefunden, ebenso für Österreich. Für den Ostblock und Benelux kann ich keine Aussage treffen.

Aber dies ist auch eher Nebensache, da in diesen Ländern das Derby bestenfalls Listenstatus hat und damit in der Bedeutung weit hinter dem Pendant in den großen Galoppsport-Ländern zurückfällt.

Außerdem hat seit 1916, als Otto Schmidt mit Amorino aus dem Stall der Gebrüder v. Weinberg als Lehrling den Sieger im Derby geritten hat, in Deutschland kein Lehrling mehr dieses bedeutende Rennen gewonnen. Nina Baltromei ist bis Juni 2025 mit einer Amateurlizenz geritten. Seit Mitte Juni ist sie in der Ausbildung bei Yasmin Almenräder. Man könnte auch sagen, Lehrmädchen gewinnt im ersten Monat der Lehre gegen internationale Konkurrenz das bedeutendste Galopprennen Deutschlands – Chapeau!

Lester Piggott gewann 1954 mit Never Say Die das Epsom-Derby. Er war damals 18 Jahre alt. War er zu dem Zeitpunkt noch Lehrling oder hatte er formal ausgelernt? Die Jockey-Lehre begann damals früher, oft mit 14 und es wurde fünf Jahre gelernt. Aber bei erfolgreichen Reitern wurde die Lehrzeit auch oft verkürzt. Ich kann es nicht sagen, aber vielleicht hat ein Leser eine Idee.

Yasmin Almenräder hatte nach dem viel zu frühen Tod von Werner Baltromei 2012 den Stall auf der Rennbahn am Raffelberg übernommen und führt diesen erfolgreich weiter. Nina als seine Tochter ritt dort zuerst als Amateurrennreiterin und begann dann aktuell ihre Lehre. Der Derbysieg ist ein neuer und absoluter Höhepunkt in der Karriere! Ein Erfolg, auf den viele ihr ganzes Leben warten – toll gemacht! Ein Wahnsinnserfolg!

Mit der Amateurlizenz hat sie 45 Sieger geritten und der Derbysieg war nun ihr 50. Sieg im Rennsattel. Jetzt darf sie sich offiziell Jockey nennen ;-) Wie gesagt, Lehrmädchen im ersten Lehrmonat …

Hinter dem Besitzer Stall Cloverleaf verbirgt sich unter anderem der Niederrheinische Unternehmer Bernd Gossens, der auch aus einer im Rennsport wohl bekannten Familie stammt. Selbst war er erfolgreicher Amateurreiter und ist mit einer ebensolchen verheiratet. In den Farben von Robert Gossens lief der Elritzling-Sohn Rainer, der 1947 in dem mit stolzen 100.000 Papiermark (vor der Währung) dotierten Großen Preis des Landes Nordrhein-Westfalen Dritter im Toten Rennen mit Nachtfalke wurde. Dieser Rainer wurde später Namenspate eines Gossens-Nachkömmlings.

Und schließlich der Hauptdarsteller – das Pferd – der Sieger im Deutschen Derby 2025: Hochkönig von Polish Vulcano aus der Halinara, gezogen von Rennbahnphotograph Marc Rühl und seiner Frau.

Ein Blick in Hochkönigs Pedigree läßt den Betrachter mit einer gewissen Ratlosigkeit zurück.

Sein Großvater ist Lomitas, eines der besten Rennpferde seiner Zeit in Europa, Vater vieler guter und sehr guter Pferde, unter anderem Beleneus, dem Sieger im Deutschen Derby 1999, sowie vor allem der unvergleichlichen und unvergessenen Danedream, Siegerin im Prix de l’Arc de Triomphe 2011und den King George VI and Queen Elizabeth Stakes von Ascot 2012 und eben auch von Polish Vulcano.

Polish Vulcano lief in den Farben seines Züchters Addi Darboven und war ein nützliches Rennpferd, sein bester Erfolg war der Sieg im Preis der Sparkassen-Finanz-Gruppe, dem früheren Spreti-Rennen in Baden Baden. Dazu gab es verschiedene Plazierungen in Gruppe-3 und Listen-Rennen sowie einen Sieg im Sachsenpreis in Dresden. Eigentlich eher der Hengst, der, wenn er im Typ korrekt ist, gerne für die Warmblutzucht aufgestellt wird. Aber es sollte eben anders kommen – er wurde Deckhengst für Vollblüter auf dem Gestüt seines Züchters. Die Zahl der Bedeckungen ist übersichtlich, insgesamt hat er deutlich unter 100 Stuten gedeckt, aber mit Sir Polski hat er einen Doppelsieger zum zur Gruppe 3 gehörenden St. Leger Italiano gebracht.

Interessant ist seine Mutterlinie. Die Urgroßmutter Pikante war für das Gestüt Falkenstein von Horst Herbert Alsen Siegerin im Krefelder “Steepler-Derby” – offiziell dem Dujardin-Jagdrennen – und vor allem Mutter des im Großen Preis von Baden viel zu früh verunglückten Pik König, der für Addi Darboven das Derby 1992 gewonnen hat. Sein Kopf in Bronze ziert den Haupteingang der Rennbahn in Hamburg Horn! Mit Power Flame brachte Pikante noch einen Gruppe-2 Sieger. Eine insgesamt erfolgreiche Zuchtstute.

In Hochkönigs Stutenlinie findet man nichts Aufregendes – kein Black Type, nichts. Die Mutter Halinara hat bei Galopp-Sieger einen Sieg, weil sie in Deutschland trainiert wurde und in Compiegne gewonnen hat. Die Großmutter wurde vom Gestüt Schlenderhan von dem englisch-irischen Doppelderbysieger The Minstrel gezogen und war nicht gelaufen. Marc Rühl hat bereits mit ihr gezüchtet. Irgendetwas muß besonders tief geschlummert haben, was man so aus dem Pedigree nicht lesen kann, aber Marc Rühl scheint es gesehen zu haben … oder anders gesagt: Niemand hat Hochkönig in die Wiege gesungen, daß er einmal Sieger in der Champions League des Galopprennsports werden sollte.

Und das Rennen? Nach dem Ausfall des in Frankreich von Alessandro Botti trainierten Juwelier verblieben 17 Starter. Aus der Maschine raus bestimmte Delgardo mit Eddi Pedroza zusammen mit Name Lord die nicht sonderlich schnelle Fahrt. Dahinter lagen Convergent, Lady Charlotte und Pompeo Dream. Hochkönig wurde von Nina Batromei schon vor dem ersten Bogen nach hinten genommen. Bei einer so flauen Fahrt ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen, denn, wenn es langsam ist, können alle am Schluß sprinten. Zur Spitzengruppe gesellte sich gegenüber noch Zuckerhut aus dem Rennstall Gestüt Hachtsee.

Im Schlußbogen bei Erreichen der Geraden geht The Sheriff aus Frankreich weit nach außen und wird kurz danach verletzt angehalten. Das linke Hinterbein sah gar nicht gut aus. Die letzte Information dazu ist, daß er in die Tierklinik gebracht wurde. Amico aus dem Stall Liberty Racing Australia macht den Schlenker mit und sollte danach nicht mehr in das Geschehen eingreifen können.

Eingangs der Geraden nimmt Nina Baltromei Hochkönig nach außen und greift in das Geschehen ein. Man könnte auch sagen, daß Mädel hat Nerven wie Stahlseile. Sie verbessert Position um Position und kurz vor der Linie stellt sie Convergent und hat im Ziel einen sehr kurzen Kopf Vorsprung! Bravo!

Das Duo sprintete zwei Längen vor Lazio (Lucky Owner/ Hickst/ Seidl) über die Linie. Es folgten Path of Soldier (Wiedingen/Schiergen/Starke) und Enzian (Sauren/ Grewe/ Hammer-Hansen) im Toten Rennen, dahinter der Favorit Zuckerhut (Hachtsee/ Schiergen/ Demuro) und Name Lord (Wittekindshof/ Suborics/ Boutin) vor Waldnebel (Grafenberg/ Smrczek/ Cadeddu) und der einzigen Stute Lady Charlotte (Westminster/ Wöhler/ de Vries) auf Platz 9.

Vom Ersten bis zum Sechzehnten waren es insgesamt 16 1/4 Längen, also eine sehr dichte Zielankunft.

Für Yasmin Almenräder war es der zweite klassische Sieg in diesem Jahr. Im Mai gewann die Stute Mathilda in Köln die Coolmore City of Troy German  2000 Guineas, dem früheren Henckel-Rennen. Im Sattel saß Frida Valle Skar, eine norwegische Reiterin bei Yasmin Alemenräder.

Ich ziehe meinen Hut vor diesem perfekt vorgetragenen, nervenstarken Ritt – herzlichen Glückwunsch, Nina Baltromei! Papa wäre stolz auf dich!

Deutsches Derby 2025

Nachtrag: Die Racing Post schreibt, daß Ina Schwarzkachel 1971 das Nederlandse Derby in Duindigt mit der Stute Cleopatra 1971 gewonnen hat und ein Jahr später war Mila Hermansdorferova mit Crapom im Ceskoslovenske Derby siegreich.

Zwei Derbys, die ich nur sehr rudimentär in der Datenbank habe!

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„National Rachael“ hängt die Stiefel an den Nagel.

Die Grand National polarisiert – die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Aber auch die, die sie hassen, können sich einer gewissen Faszination nicht entziehen und wer von den Aktiven würde nicht gerne mal im Führring oder noch lieber in der Winners Enclosure stehen, weil man einen Starter oder gar einen Sieger in dem berühmtesten Rennen der Welt hat.

Viele, sehr viele Reiter träumen davon, einmal den großen Kurs in Aintree zu reiten. Und dieser Traum wurde einst mit keiner Geringeren als der ebenso weltberühmten Elizabeth Taylor verfilmt. Ein rührender Familienfilm, der 1944 in die Kinos kam, als Europa im Krieg versank, tat so ein Rührstück den geschundenen Seelen gut.

Einmal in einer Dekade wird der Film im TV gezeigt – ein Rührstück das man immer gerne wieder ansieht und sich über die geschrumpften Hindernisse amüsiert, über die Velvet ihren Pie trainiert. Über die Unstimmigkeiten aus renntechnischer Sicht guckt man da gerne hinweg.

Aber vom Film zurück in die Realität. In den angelsächsischen Ländern war man sehr restriktiv, was Frauen im Rennsattel betrifft. Eine Gräfin Lata Brandis, die 1937 die große Pardubitzer mit der Stute Norma gewann, wäre in England nicht möglich gewesen. Frauen durften nicht trainieren und schon gar nicht in den Sattel steigen. In den USA wollte man Kathryn Kusner in den 70ern eine Jockey-Lizenz mit der Begründung verweigern, daß sie die Pferde ja nicht richtig festhalten könne und das im Rennen eine Gefahr für die anderen Reiter sei. Kusner war Olympiareiterin 1964, 1968 und Medaillengewinnerin 1972.

Von „National Velvet“ zu „National Rachael“ sollten dann noch einmal 77 Jahre vergehen und es gab noch viele Hindernisse zu überwinden, um das Filmmärchen wahr werden zu lassen. Es war nicht ein einziger Kraftakt, es waren viele kleine Schritte auf dem Weg zum „Rendez vous mit dem Ruhm“

Der Sex Discrimination Act von 1975 machte es möglich, daß Frauen Rennen reiten durften. Die erste Frau, die in der Grand National ritt, war 1977 Charlotte Brew mit Barony Fort, die den Kjurs nicht beendete. Die erste Reiterin im Ziel der Grand National war 1982 Geraldine Rees, die als Achte und Letzte über die Ziellinie ritt – auf einem geschlagenen Pferd und eigentlich hätte auch sie anhalten müssen. Aber es war verständlich, daß sich Pferd und Reiter ins Ziel schleppten. Damals waren die Hindernisse auf dem Grand National Kurs noch von ganz anderem Format, als dies heute Fall ist, Wer die Bilder von Red Rum über Bechers Brook kennt, weiß wie der Kurs damals gestaltet war. Die Entschärfung der Sprünge hat in den 90ern begonnen.

Erste Reiterin mit reellen Siegchancen war die Irin Katie Walsh 2012 mit dem Co-Favoriten Seabass. Sie kam als Dritte über die Linie, geschlagen mit Nase und fünf Längen. Die sympathische Amateurreiterin aus einer echten Rennsportfamilie ritt damals in vielen großen Hindernisrennen nach vorne – und wenn sie die Liverpooler gewonnen hätte, dann hätte es nach den damaligen Presseberichten bei den Buchmachern ein ziemliches „Blutbad“ gegeben. Halb Irland hatte drauf gestellt.

In den Folgejahren sollte keine Reiterin in der Grand National 1-2-3 einkommen. Rachael Blackmore kam 2019 mit dem Anzillero-Sohn Valseur Lido als Zehnte über die Linie – und dann der Triumph 2021. 2020 war das Grand National Meeting wegen Corona ausgefallen und die Austragung 2021 fand fast ohne Publikum auf der Bahn statt. Die Aktiven bildeten nach jedem Rennen ein Spalier und feierten den Sieger des Rennens – toll gemacht, aber nicht vergleichbar mit einer vollen Bahn. Ich erinnere mich noch an den dritten Sieg von Red Rum in der Grand National 1977, als die berittene Polizei es kaum schaffte, eine Gasse in der Menge zu bilden, durch die Red Rum mit Tommy Stack als Sieger zur Waage zurück kam. Wahrscheinlich wäre es 2021 für Rachael Blackmore und Minella Times ähnlich gewesen. Für den großen irischen Besitzer John P McManus war es der zweite Sieg in der Grand National – aber das war damals eher eine Randnotiz.

2021 wurde für Rachael Blackmore insgesamt ein großartiges Jahr. Beim Cheltenham Festival wurde sie mit sechs Siegen erfolgreichster Reiter. Bester Sieg war der Erfolg im Triumph Hurdle mit dem Fährhofer Maxios Sohn Quilixios, der dann drei Wochen später noch einmal getoppt werden sollte. Im Gold Cup wurde sie mit A Plus Tard Zweite, ein Jahr später 2022 gewann das Paar den Gold Cup in Cheltenham.

Erfolge haben bekanntlich viele Väter und auch bei Rachael Blackmore ist es nicht anders. Angefangen natürlich bei den Eltern. Der Vater ist Farmer und auf dem Land, auf einem Hof leben Kinder anders als in der Stadt – ein Pony gehört zur Ausstattung, weil die Kosten auf einem Bauernhof dafür nicht ins Gewicht fallen, was ist der Stadt ganz anders ist.

Die Racingpost nennt viele Weggefährten und Wegbereiter für sie – am Ende ist aber Henry de Bromhead die entscheidende Figur für den Erfolg. Nicht nur, weil er ihr Arbeitgeber ist und sie beritten macht. Sie sagt ganz klar: „Ohne Henry wäre meine Geschichte sehr unterschiedlich“. Er ist auch der Trainer von 16 Ihrer 18 Festival-Siege in Cheltenham, die beiden anderen kommen von Willie Mullins.

Ihren ersten Sieger „under rules“ ritt sie mit einer Amateurlizenz, wie ihr auf der Flachen und in der Welt erfolgreiche Landsmann Ryan Moore es auch gemacht hat. Und viele andere ebenso. Auch auf den Inseln dürfen die Stifte im ersten Ausbildungs-Jahr eigentlich keine Rennen reiten, aber wenn sie vorher mit einer Amateurlizenz geritten haben, wird Dispens erteilt.

Nachfolgend die 18 Festival-Sieger im Überblick. Die Racing Post hat den CV von Rachael einmal kurz zusammen gefaßt., den ich hier wiederhole.

Erwähnenswert ist Ihre Wahl zum BBC Sports Personality of the Year 2021, bei der sie Formel-1 Piloten und Olympia-Sportler hinter sich ließ. Der Galoppsport hat auf den Inseln eben noch einen ganz anderen Stellenwert!

Für Hindernisreiter ungewöhnlich ritt sie auch auf der Flachen und insgesamt zwölf Sieger. Bemerkenswert der Erfolg in den zur Gruppe 3 zählenden „William Hill Bronte Cup Fillies’ Stakes“ mit der Sea the Moon Tochter „Term of Endeament“. 58 kg hat sie ausgewogen, für einen Hindernisreiter ein „Briefmarkengewicht“.

Rachael Blackmore CV

Born Co. Tipperary, July 11, 1989

Parents Charles Blackmore (Tipperary farmer) & Eimir Blackmore (schoolteacher)

Educated University of Limerick (degree in equine science)

Apprenticeship amateur rider with Shark Hanlon

First winner under rules Stowaway Pearl (trainer Shark Hanlon) lady riders’; handicap hurdle, Thurles, February 10, 2011

First winner as professional Most Honourable, Clonmel, September 3, 2015

First Pattern winner Blow By Blow (2018 Michael Purcell Memorial Novice Hurdle)

First Cheltenham Festival winner A Plus Tard (2019 Close Brothers Novices’ Handicap Chase)

First Grade 1 winner Minella Indo (2019 Albert Bartlett Novices’ Hurdle)

Grand National winner Minella Times (2021)

Cheltenham Gold Cup winner A Plus Tard (2022)

Champion Hurdle winner Honeysuckle (2021, 2022)

Irish Champion Hurdle winner (Leopardstown) Honeysuckle (2020, 2021, 2022)

Punchestown Champion Hurdle winner Honeysuckle (2021, 2022)

Queen Mother Champion Chase winner Captain Guinness (2024)

Ryanair Chase winners Allaho (2021), Envoi Allen (2023)

Stayers’ Hurdle winner Bob Olinger (2025)

Last winner Ma Belle Etoile, Cork, May 10, 2025

Highest-rated mount A Plus Tard (RPR 181 in 2022 Cheltenham Gold Cup)

Top jockey at Cheltenham Festival 2021 (6 wins)

Cheltenham Festival wins 18

Champion conditional jockey 2016-17

Runner-up in jump jockeys’ championship 2018-19, 2020-21

Most wins in a season 100 in 2020-21 (Ireland 92, GB 8)

Total wins over jumps 564 (Ireland 527, GB 37) plus 12 on Flat

Sportswoman of the Year 2021 (Irish Times/Sport Ireland award)

(C) Copyright: Racingpost, Compiled by John Randall

Die Frage nach der Zukunft hat sie offen gelassen – sie sprach die Leere an, die sie erleben wird, weil sie kein Jockey mehr ist, was der Terminstreß nicht mehr sein wird. Ich bin sicher, daß sie Ihren weg finden wird.

Sie wird immer eine ganz große Ausnahmesportlerin bleiben, sie ist die erste Frau, die den Sieger in der Grand National und im Cheltenham Gold Cup geritten hat. Irgendwann werden ihr andere Folgen, aber der Erste zu sein, war ist und bleibt immer etwas besonderes!

Alles gute für die Zukunft Lady!

Grand National 2021 Minella Times

Cheltenham Gold Cup 2022 A Plus Tard

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